Eine einzigartige Erfolgsgeschichte
Mit orientalischen Spezialitäten startete Adnan Mousa in Osnabrück durch
Mit der Vielfalt der syrischen und orientalischen Küche kennt sich Adnan Mousa bestens aus. Der Gastronom ist Inhaber und Geschäftsführer des Osnabrücker Restaurants „Die Laterne“ und betreibt zudem die „Food Station“ am Hauptbahnhof. Eine Erfolgsgeschichte, die noch lange nicht auserzählt ist.

Glitzernde Glasmosaike ziehen im Osnabrücker Restaurant „Die Laterne“ die Blicke auf sich. Der Leuchter, an dem sie befestigt sind, ist eine der jüngsten Ausstattungsaccessoires, mit denen Inhaber Adnan Moussa sein Restaurant ausgestattet hat. Orientalisches Flair harmoniert hier mit dem gastronomischen Angebot und das bereits seit 2019.
Vier Jahre zuvor kam Mousa erstmals in die Hasestadt, geflüchtet aus dem kriegsgebeutelten Syrien, wo er Jura sowie Erdöl- und Gastechnik studierte. Nach dem Absolvieren mehrerer Praktika und Arbeitstätigkeiten fasste er 2017 den Entschluss zur Selbständigkeit in der Gastronomie.
Frische Falafel-Variationen
Zusammen mit einem Freund betrieb er zunächst einen mobilen Verkaufsstand in der Großen Straße. „Das kam richtig gut an und so planten wir den nächsten Schritt“, erinnert sich Mousa. Es folgte die Eröffnung eines Ladenlokals an der Hasestraße. Der Fokus habe dabei vor allem auf frisch zubereitete Falafel-Variationen gelegen.
Erfolgreiche Krisenbewältigung
Auch hier stellte sich schnell eine enorme Nachfrage ein, sodass sich der Bedarf ergab, in ein größeres Ladenlokal umzuziehen. Fündig wurde Mousa in der Krahnstraße, wo dann bereits im Mai 2019 das Restaurant „Die Laterne“ öffnete und schnell viele Stammgäste gewinnen konnte. „Es war ein sehr erfolgreiches erstes Jahr, doch dann kam Corona“, so Mousa. Eine herausfordernde Zeit und eine Existenzfrage für das junge Restaurant sei damit einher gegangen. Unter anderem mittels einem funktionierendem Außer-Haus-Verkaufs gelang es, diese kritische Phase zu überbrücken.

Ein Ort der Begegnung
Seit 2022 betreibt Mousa das Restaurant in Eigenregie. „Die Laterne“ sei stets ein Treffpunkt gewesen für Menschen verschiedenster Kulturen. Ein Begegnungsraum, bei dem ein interkultureller Austausch stattfinde, auch zwischen den Mitarbeitenden. „Wir sind hier ein ganz buntes Team und das ist wirklich eine große Bereicherung“, betont Mousa. Gegenseitiger Respekt und eine familiäre Arbeitsatmosphäre würden großgeschrieben und von den Mitarbeitenden auch wirklich gelebt. Das enge Miteinander finde zudem Ausdruck in dem Verein „Deutsch-Syrischer Austausch“, bei dem Mousa den ersten Vorsitz bekleidet und der im Restaurant seinen festen Bezugspunkt hat.
Neueröffnung der „Food Station“
Auch in unternehmerischer Hinsicht setzt Mousa auf permanente Weiterentwicklung. Im Mai 2025 eröffnete er in unmittelbarer Nähe zum Osnabrücker Hauptbahnhof die „Food Station“. Das Lokal vereint verschiedene Konzepte unter einem Dach und hat, neben den bereits bekannten orientalischen Spezialitäten, auch innovative Neuerungen im Angebot. Dazu zählt etwa neben der gerollten „Pizza Cone“ auch der „Ufo-Döner“, eine rundum geschlossene, gefüllte Teigtasche. Zur Zubereitung beider Produkte braucht es spezielle Maschinen.
Auf Expansionskurs
Bei der Food Station setzt der engagierte Unternehmer auf Expansion. So plant er, weitere Filialen mit gleichem Konzept zu eröffnen und denkt perspektivisch auch über ein Franchise-System nach. „Ich kann nicht aufhören, über neue Ideen nachzudenken“, schmunzelt er. Stets würden neue Gerichte ausprobiert und auf ihre Nachfrage hin getestet. „Die orientalische Küche ist unglaublich vielfältig, vor allem auch im Bereich vegetarischer und veganer Gerichte“, erklärt er. Weiterhin sei geplant, Supermärkte in der Region mit selbst produzierten Speisen zu beliefern, darunter etwa Humus- und Auberginenpaste. Hierfür werde eine eigene, große Küche eingerichtet.
Viel Zeit für andere Aktivitäten bleibe leider nicht, so Mousa und die Freizeit gehöre der Familie. Allerdings nehme er sich mehrmals im Monat kleine Auszeiten für Spaziergänge am Rubbenbruchsee oder in der Osnabrücker Innenstadt. „Dabei kann ich dann sehen, was es Neues gibt und was sich in der City tut“.
Osnabrück habe ihm immer das Gefühl gegeben, willkommen zu sein und wertgeschätzt zu werden. „Hier leben Menschen, die mich unterstützt und an meine Ideen geglaubt haben. Dafür bin ich sehr dankbar“, sagt Mousa. Dies sei die wichtigste Voraussetzung für seinen unternehmerischen Erfolg, ist er sich sicher.

