Osnabrücks Stadtteile

Osnabrück ist viel mehr als Rathaus, Altstadt und Dom. Fast 170.000 Menschen wohnen in 23 Stadtteilen. Die einen urban in der vorderen Wüste, in der Weststadt oder am Westerberg, die anderen idyllisch in Voxtrup, Sutthausen oder Darum-Gretesch-Lüstringen. Jeder Stadtteil hat seinen eigenen Charakter. Junge Familien, Studenten oder Senioren – Osnabrück ist eine Stadt in der jeder seinen (Lieblings-) Platz finden kann. Wie wohnt es sich in Atter, was macht das Widukindland aus, wie lebt es sich am Schölerberg? In 23 einzelnen Teilen werden die Stadtteile beschrieben. Dabei ist eines ganz klar: Die Grenzen zwischen den Quartieren sind fließend: Wer von einem Stadtteil in den nächsten kommt, wird es meist unbewusst tun.

Rund um Gut Leye warten ausgedehnte Wälder darauf, erkundet zu werden.
Rund um Gut Leye warten ausgedehnte Wälder darauf, erkundet zu werden.

Atter

Der Stadtteil Atter ganz im Westen von Osnabrück wurde erst 1972 eingemeindet. Die Stadt Osnabrück gewann durch die Gebietsreform nicht nur neue Bürger hinzu, sondern auch einige einzigartige Naherholungsgebiete, die für den Tourismus in der Region wichtig sind. Man kann am Attersee campen, auf dem Flugplatz Atterheide zu einem Rundflug starten, einen Spaziergang rund um das Gut Leye machen, reiten, Tennis spielen und vieles mehr.
Grün und ruhig ist das Leben im Stadtteil Atter, der im Wesentlichen aus drei kleinen Siedlungen besteht: der Strothesiedlung, dem eigentlichen Ortsteil Atter sowie Atterfeld. Fließend ist der Übergang im Westen zum Stadtteil Eversburg, nah sind auch Wersen und Büren, die zur Gemeinde Lotte gehören. Das ehemalige britische Kasernengelände an der Landwehrstraße unterdessen war einst der zweitgrößte militärisch genutzte Standort in Osnabrück. Heute entsteht dort das Landwehrviertel mit über 700 neuen Wohnungen. Geplant sind freistehende Einfamilienhäuser, Doppelhäuser, Reihenhäuser und Mehrfamilienhäuser, die sich um eine grüne Mitte gruppieren.

Darum-Gretesch-Lüstringen

Kein Stadtteil hat mehr Fläche – aber keiner ist loser besiedelt, als Darum, Gretesch und Lüstringen. Der Stadtteil wirkt teilweise sehr ländlich – obwohl es in die Innenstadt nicht sehr weit ist und der deutlich dichter bewohnte Schinkel direkt angrenzt. Die weit über Osnabrücks Grenzen bekannte Papierfabrik Schoeller produziert mitten in Gretesch. Industriell wirkt Gretesch deswegen aber nicht. Die Fabrik ist von viel Grün umgeben und teilweise stehen 200 Jahre alte Gebäude noch.
Darum-Gretesch-Lüstringen ist ein gefragter Stadtteil. Teilweise schmiegen sich villenartige Häuser an die Hügel und einige Hausbesitzer haben schöne Ausblicke über die Stadt. Der Lüstringer Berg ist zum Beispiel als Bauland beliebt. Mit mehreren Buslinien sind Darum, Lüstringen und Gretesch im 10- oder 20-Minuten-Takt zu erreichen. Radfahrer schätzen den Haseuferweg, der im Vergleich zur viel befahrenen Mindener Straße zwar weiter, aber angenehmer zu radeln ist; in 20 Minuten kann man in der Innenstadt sein. Fußgänger machen sich selten aus dem Stadtteil in die Innenstadt auf.

Buntes Wohnen in der Carla-Woldering-Straße im Stadtteil Dodesheide.
Buntes Wohnen in der Carla Woldering Straße im Stadtteil Dodesheide.

Dodesheide

Der Name Dodesheide bedeutet nicht etwa „tote Heide“, wie viele Osnabrücker glauben. Tatsächlich geht der Name auf zwei Bischöfe namens Dodo zurück, die Ende des ersten Jahrtausends auf einem Klostergut im Norden gewohnt haben.
Abgesehen von ein paar Bauernhöfen stammt die Bebauung im Stadtteil Dodesheide aber aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Seit den fünfziger Jahren wurde die der Stadtteil systematisch entwickelt. Zunächst entstanden im Westen einzelne Ein- und Mehrfamilienhäuser mit großen Gartengrundstücken, dann die sogenannte „Demonstrativmaßnahme Dodeshaus“: Zwischen Haster Weg und Ellerstraße sowie im Osten zwischen Dodeshausweg und der Straße In der Dodesheide entstanden Ein- und Mehrfamilienhäuser mit teilweise bis zu acht Etagen. Citynah und doch im Grünen wohnt man dort noch heute.
Im östlichen Teil der Dodesheide auf einem gut 70 Hektar großen Areal auf dem Limberg waren bis 2009 britische Streitkräfte stationiert. In Zukunft soll hier eine Mischung aus gewerblicher Nutzung und Freizeitangeboten entstehen.

Der Stichkanal in Eversburg bietet nicht nur für Kanuten Erholungsmöglichkeiten.
Der Stichkanal in Eversburg bietet nicht nur für Kanuten Erholungsmöglichkeiten.

Eversburg

Namensgeber des Stadtteils Eversburg war das gleichnamige Wasserschloss, das dort um 1300 als Wehranlage entstand und später den Osnabrücker Dompröpsten als Sommerresidenz diente. Heute sind davon nur noch die Schlosskapelle und die Römerbrücke erhalten.
Ende des 19. Jahrhunderts ließ der Georgs-Marien-Bergwerks- und Hüttenverein in Eversburg zahlreiche Häuser für seine Bergarbeiter bauen. Heute ist die Bevölkerungsstruktur weitaus bunter. Junge Familien und Studenten bringen neues Leben ins Viertel und bewohnen gepflegte Doppel- und Reihenhäuser sowie Ein- und Mehrfamilienhäuser.
Mehrere Buslinien führen von Eversburg aus in die Innenstadt: Aus der Richtung Eversburg-Büren fährt alle zehn Minuten ein Bus direkt in die Innenstadt. In etwa einer Viertelstunde ist man damit am Neumarkt. Der Fußweg in die Stadt dauert von Eversburg aus rund eine Stunde, mit dem Rad ist man in etwa 20 Minuten da.
Für Familien gibt es in Eversburg ein breites Angebot: Die Kirchengemeinden St. Michaelis und Liebfrauen betreiben zwei Kindertagesstätten. Daran schließt sich die Grundschule Eversburg als offene Ganztagsschule mit Hort an. Die neu gebaute, lichtdurchflutete Integrierte Gesamtschule Eversburg ist bei Eltern und Schülern gefragt, auch weit über die Stadtteilgrenzen hinaus.

Fledder

Obwohl der Stadtteil Fledder mit einer Fläche von 3,75 Quadratkilometern verhältnismäßig groß ist, wohnen dort nur rund 2580 Menschen. Industrie- und Gewerbeflächen nehmen den Großteil des Gebiets ein, Wohngebiete gibt es nur vereinzelt.
Klöckner und Karmann – diese zwei Firmen haben den Stadtteil entscheidend geprägt. Beide gibt es heute nicht mehr. Karmann wurde 2009 in Teilen von VW übernommen. 1989 endete die mehr als hundert Jahre dauernde Schmiedetradition in dem bekannten Eisen- und Stahlwerk Klöckner. Die Folge: Viele Gebäude und Hallen wurden nicht mehr benötigt. Die meisten wurden deshalb abgerissen und das Gelände neu genutzt.
Auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs steht der alte Ringlokschuppen unter Denkmalschutz. Hier entsteht in den nächsten Jahren ein Zentrum für Künstliche Intelligenz.

Rote Backsteinhäuser prägen unter anderem das Bild der Liebigstraße im Stadtteil Gartlage.
Rote Backsteinhäuser prägen unter anderem das Bild der Liebigstraße im Stadtteil Gartlage.

Gartlage

Im kleinen Stadtteil Gartlage, zwischen Innenstadt, Schinkel und Sonnenhügel, entstand 1873 mit dem OKD (Osnabrücker Kupfer- und Drahtwerk) das erste Osnabrücker Industriegebiet. Aus dem OKD wurde der Global Player Kabelmetall (KME), der heute etwa zwei Drittel der Gartlage einnimmt. Doch obwohl Industrie die Gartlage prägt, lässt es sich dort auch gut wohnen. Der Stadtteil ist geprägt von Mehrfamilienhäusern. Hauptverkehrsader ist die Liebigstraße. Dort befinden sich auch jene schmucken Häuser aus den 1920er Jahren, die mit ihren roten Backsteinfassaden zu einem denkmalwerten Zeichen gewachsener Industriekultur geworden sind.
Wichtig in der Gartlage ist das gleichnamige Waldstück. Es eignet sich ideal für Spaziergänge und Ausflüge in die Natur. Dort fließt auch der Sandbach. Die Gartlage ist wie eine grüne Lunge für die Stadt.

Herzstück des Stadtteils ist natürlich der Hafen, doch auch der Haseuferweg, die Automeile an der Pagenstecherstraße und mehr gehören dazu.
Herzstück des Stadtteils ist natürlich der Hafen, doch auch der Haseuferweg, die Automeile an der Pagenstecherstraße und mehr gehören dazu.

Hafen

Der Bau des Zweigkanals zum Mittellandkanal und des Osnabrücker Stadthafens war entscheidend für die wirtschaftliche Entwicklung im Großraum Osnabrück. Der Hafen machte Osnabrück zu einem der bedeutendsten Logistikstandorte Niedersachsens.
Der Stadtteil Hafen ist Heimat zahlreicher Unternehmen: Das weltweit tätige Transport- und Logistikunternehmen Hellmann Wordwide Logistics, die Papierfabrik Kämmerer, der Großhändler Kaffee Partner sind nur drei der wichtigen Arbeitgeber im Viertel. An den Rändern, abseits der Kai-Anlagen, gibt es aber auch attraktive Wohnviertel.
Seit dem Abzug der britischen Streitkräfte aus der Winkelhausenkaserne wandelt sich der Stadtteil und moderne Architektur verbindet sich mit alten Industriecharme zum neuen Business Park Netter Heide.

Wohnhäuser in der Bramstraße im Stadtteil Haste.
Wohnhäuser in der Bramstraße im Stadtteil Haste.

Haste

Haste im Norden Osnabrücks ist ein grüner Stadtteil mit Hochhäusern, Bungalows und vielen Einfamilienhäusern, in denen Studierende, Familien und Rentner nebeneinander wohnen. Mancher sagt, die Lage sei optimal. Naturnah, alles für den täglichen Bedarf findet man vor Ort, die Innenstadt ist nicht weit entfernt und auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Die Bundesstraße 68 führt durch Haste und verbindet den Stadtteil mit der A1 und der Innenstadt. Wer mit dem Bus fahren möchte, kann alle zehn Minuten einsteigen und ist eine knappe halbe Stunde später im Zentrum. Ein Spaziergang in die Innenstadt über den Sonnenhügel dauert etwa eine Dreiviertelstunde, mit dem Rad braucht man 20 Minuten. Von Kindergarten und Grundschule, über Haupt- und Realschule bis hin zum privaten Gymnasium, zur berufsbildenden Schule und Hochschule – das alles gibt es vor Ort. Zudem befindet sich die Fakultät für Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur der Hochschule Osnabrück in Haste.

Einfamilienhaus, Hellern, Stadtteil, Osnabrück
In Hellern finden viele Familien ein Zuhause im Grünen.

Hellern

Grün, ruhig und dennoch nah zur Stadt und zur Autobahn – diese Vorteile wissen die Bewohner Hellerns an ihrem Stadtteil zu schätzen. Wer hier seinen Platz gefunden hat, zieht aus diesem beliebten Viertel nur selten wieder weg.
In Hellern findet man selten große Mietshäuser, stattdessen prägen Einfamilienhäuser das beliebte Viertel mit sehr guter Verkehrsanbindung. Über die Rheiner Landstraße oder die Lengericher Landstraße ist man je nach Verkehrslage innerhalb von 15 Minuten in der Innenstadt. Mit dem Fahrrad braucht man nur unwesentlich länger.
Die „Alte Kasse“ ist der zentrale Veranstaltungsort in Hellern. In den Räumen der ehemaligen Sparkasse finden Tanzkurse und Koch-Events, Jugendtreffs und Skat-Nachmittage statt.
Darüber hinaus gibt es in Hellern ein breites Sportangebot: Im Hörner Bruch und an der Düte treffen sich Jogger und Spaziergänger. Beim Sportverein Hellern von 1924 kann man seine Fitness in nahezu jeder Sportart trainieren und beim Pferdesportverein Hellern sind passionierte Reiter gut aufgehoben.

Das historische Rathaus mit der Stadtwaage ist heute Sitz der Verwaltung.
Das historische Rathaus mit der Stadtwaage ist heute Sitz der Verwaltung.

Innenstadt

Osnabrück – viele denken dabei sofort an das historische Rathaus, in dem 1648 der Westfälische Friede geschlossen wurde. Oder an den Dom St. Peter, die malerische Altstadt, das Theater, das Schloss oder auch an ausgiebiges Shopping in der Fußgängerzone – also an die Innenstadt, den bekanntesten Stadtteil mit vielen Sehenswürdigkeiten.
Zahlreiche Besucher pilgern täglich in die Innenstadt. Sie arbeiten in der City, studieren, kaufen ein, besichtigen die Sehenswürdigkeiten, gehen ins Theater, sehen sich Ausstellungen an, essen im Restaurant oder amüsieren sich in den zahlreichen Bars, Kneipen und Clubs.
Doch nicht nur als Freizeitdestination, sondern auch als Wohnort ist das Osnabrücker Zentrum attraktiv. Zwischen Cafes, Kultureinrichtungen und Geschäften leben 9.000 Menschen. Sie profitieren von den kurzen Wegen sowie Kinderbetreuungsangeboten, Schulen, Universitäts- und Hochschuleinrichtungen in direkter Nachbarschaft.

Einfamilienhaus, Kalkhügel, Stadtteil, Osnabrück
Am Kalkhügel entstanden in den letzten Jahren zahlreiche Häuser und Wohnungen für Familien.

Kalkhügel

Der Stadtteil Kalkhügel ist sehr grün und gilt als familienfreundlich. Wo vor dem Krieg vor allem Kleingärten die Landschaft prägten, stehen heute Ein- und Mehrfamilienhäuser sowie Reihenhäuser. Je weiter man die Stadt hinter sich lässt, desto grüner und idyllischer wird die Umgebung.
Zwischen Rosenplatz stadteinwärts, der Wüste im Westen und dem Schölerberg im Osten, sind es mit dem Rad nur 15 Minuten in die Innenstadt, zu Fuß 30 Minuten. Zudem fahren mehrere Buslinien im 10-Minuten-Takt.
Abgerundet wird das Bild von einem gut aufgestellten Bildungsbereich, der eine Grundschule, eine Realschule, ein Gymnasium und zwei Abendschulen umfasst, sowie einem lebhaften Gemeinde- und Vereinsleben.

Nahne

Nahne ist 1972 eingemeindet worden, entwickelt hat es sich ab 1900 aus einer alten Bauernschaft. Heute ist Nahne nicht nur geprägt durch seine Wohnsiedlungen, sondern auch durch das Kreishaus und die großen Verbrauchermärkte. In Nahne leben rund 2250 Menschen – damit ist Nahne der Stadtteil mit den wenigsten Einwohnern in Osnabrück. Die meisten Häuser werden von ein oder zwei Familien bewohnt, Mehrfamilienhäuser gibt es kaum. In den vergangenen Jahren ist eines der letzten Neubaugebiete der Stadt in Nahne entstanden: „Auf dem Stadtfelde“ wohnen junge Familien in individuell gestalteten Häusern. Nahne ist ein grüner Stadtteil, Ausflüge in die Natur können an der eigenen Haustür starten. Nach einem kurzen Spaziergang ist schon der Eingang des Zoos erreicht und damit auch das Museum am Schölerberg.
Die großen Verbrauchermärkte im Nahner Feld decken auch den Bedarf der Kunden aus den umliegenden Vierteln und aus dem Südkreis. Durch den Knotenpunkt A30 und B51 ist die Verkehrsanbindung in Nahne für Pendler optimal. Mit dem Auto ist es nicht weit in die Innenstadt, aber auch Georgsmarienhütte, Bad Iburg oder Bad Laer sind nah. Busse fahren alle zehn Minuten in den Ort.  Eine gute Alternative ist das Fahrrad. Im normalen Tempo sind Radler in einer Viertelstunde in der Stadt.

Im Piesberger Gesellschaftshaus in Pye finden kulturelle Veranstaltungen und Feiern statt.
Im Piesberger Gesellschaftshaus in Pye finden kulturelle Veranstaltungen und Feiern statt.

Pye

Pye ist Osnabrücks nördlichster Stadtteil. Er liegt im Grünen, umgeben von Wäldern und Feldern, der Stichkanal ist direkt vor der Tür. Ein- und Zweifamilienhäuser prägen das Straßenbild, teilweise leben die Familien in großen Häusern mit weitläufigen Gärten, es gibt aber auch günstigeren Wohnraum, vor allem in Zweifamilienhäusern. Wer einen Großeinkauf plant, muss Pye allerdings verlassen. Den täglichen Bedarf decken die Pyer in Haste oder der Gemeinde Wallenhorst. In Pye ist eine von Osnabrücks Attraktionen beheimatet: der Landschafts- und Kulturpark Piesberg. Er markiert die höchste Stelle Osnabrücks, bei gutem Wetter ist es möglich bis nach Lingen zu sehen, hier lässt sich eine ausgedehnte Wanderrunde drehen oder mit der Zechenbahn fahren. Viele kulturelle Veranstaltungen finden im Piesberger Gesellschaftshaus statt und wer sich für Technik interessiert, ist im Museum für Industriekultur genau richtig.
Wer kein Auto hat, kann in Pye alle 20 Minuten in die Busse einsteigen. Der Piesberg macht den Weg für Radfahrer zu einer sportlichen, aber lösbaren Aufgabe, ca. 20-30 Minuten sollte man – je nach Wohnort – bis in die Stadt allerdings einplanen.

Kleingarten-Kolonie auf dem Schinkelberg.
Kleingarten-Kolonie auf dem Schinkelberg.

Schinkel

Der Schinkel ist ein bunter Stadtteil, einer der größten und bevölkerungsreichsten Osnabrücks. Er ist immer ein Arbeiterstadtteil gewesen. Wer in Schinkel lebt, hat es in die Innenstadt nicht weit, kann aber auch vielfältige Einkaufsmöglichkeiten vor Ort nutzen. Auch wenn die Bebauung an manchen Straßen dicht erscheint, viele Hinterhöfe sind grüne Kleinode. Drei Hauptverkehrsadern durchziehen das Viertel. Doch abseits der Buersche und Mindener Straße, der Belmer und der Bremer Straße ist es möglich, ruhig zu wohnen. Trubel kommt allerdings auf, wenn der VfL Osnabrück ein Heimspiel in seinem Stadion an der Bremer Brücke hat. Dann zieht es die Menschen aus allen Stadtteilen in den Schinkel. Ruhe ist unterdessen in der Natur leicht zu finden, zum Beispiel am Schinkelberg oder an der Hase. Freistehende Einfamilienhäuser gibt es nicht oft, dafür Mehrfamilienhäuser oder Reihenhäuser. Nicht wenige Häuserreihen sind geschlossen, dahinter finden sich oft große Gärten. Sie wurden einst angelegt, damit die Menschen genug Platz hatten, um Obst und Gemüse für den Eigenbedarf anzubauen. Mehr als zehn Supermärkte bieten alles, was man zum täglichen Leben braucht. Dazu kommen einige kleinere Läden. Mittwochs kaufen die Bewohner auf dem Wochenmarkt an der Ebertallee ein – viele nutzen dort auch die Gelegenheit, bei einer Tasse Kaffee gemütlich zu plaudern. Viele Bewohner des Stadtteils schätzen die Nähe zur Innenstadt. Zu Fuß dauert der Weg zum Neumarkt 20 Minuten, mit dem Rad zehn und der Bus fährt alle paar Minuten.

Schinkel-Ost

Schinkel-Ost ist sozusagen der gutbürgerliche Nachbar des bunten und quirligen Stadtteil Schinkels. Der Stadtteil hat sich über die Jahrhunderte seinen ländlichen und idyllischen Charakter erhalten und bietet mit dem Schinkelberg ein beliebtes Naherholungsgebiet. Im Gebiet Schinkel-Ost leben viele Familien. Mehrgeschossige Gebäude gibt es nur wenige, die meisten Menschen leben in Ein- oder Zweifamilienhäusern, viele in Reihenhäusern. Einkaufsmöglichkeiten, von Brot und Wurst bis hin zur Kopfschmerztablette, präsentieren sich klein aber fein am Ölweg. Erholungssuchenden stehen der Bornheider See und das Schinkelbad als Gesundheitsbad neben dem Schinkelberg zur Verfügung. Für den Großeinkauf empfehlen sich allerdings die gut sortierten Großmärkte in den benachbarten Stadtteilen. Alle zehn Minuten fährt ein Bus nach Schinkel-Ost, bzw. von dort aus in die Innenstadt. Mit dem Rad dauert der Weg zum Neumarkt etwa 25 Minuten. Besonders idyllisch gelangen Radfahrer über den Haseuferweg entlang bis in die Innenstadt Osnabrücks.

Schölerberg

Urbanes Wohnen im Altbau und spazieren im Waldpark – der Schölerberg im Süden der Stadt hat viel zu bieten. Im Süden ist der bevölkerungsreiche Stadtteil sehr grün und waldreich, im Norden grenzt er direkt an die Innenstadt. Mit rund 14.500 Einwohnern ist der Schölerberg ein bevölkerungsreicher Stadtteil – nur im Stadtteil Wüste leben mehr Osnabrücker. Hauptverkehrsader ist die viel befahrene Iburger Straße, die zur Autobahnauffahrt Nahne führt. An dieser Straße liegen viele inhabergeführte Geschäfte. Von der Iburger Straße gehen viele Wohnstraßen ab, in denen es erstaunlich ruhig ist. Der Stadtteil ist bei Studenten, jungen Familien und Senioren gleichermaßen beliebt. Der namensgebende Schölerberg lädt zu ausgedehnten Waldspaziergängen ein, der weit über die Stadtgrenzen bekannte Zoo Osnabrück bietet besonders für Familien mit seinen zahlreichen Spielanlagen viele Möglichkeiten. Nicht nur der Zoo ist einen Besuch wert, sondern auch das Museum am Schölerberg mit seiner naturkundlichen Ausstellung sowie das Planetarium. Der tägliche Bedarf ist in den Supermärkten am Schölerberg leicht zu decken. Zumal ist das Nahne-Center für den Großeinkauf gut zu erreichen. Die kleinen Läden an der Iburger Straße sind häufig noch inhabergeführt; viele gibt es bereits seit Jahrzehnten. Besonders im angrenzenden Bereich des Rosenplatzes haben sich Geschäfte und Imbisse mit internationalem Flair angesiedelt. Freitags wird der beliebte Wochenmarkt am Riedenbach aufgebaut. Wer seinen Weg nicht gerade am Zoo startet, ist sehr schnell in der Innenstadt. Der Bus fährt alle zehn Minuten, mit dem Rad dauert der Weg etwa eine Viertelstunde und zu Fuß 20 Minuten. Pendler schätzen die Nähe zur Autobahnauffahrt Nahne.

Das Kloster Gertrudenberg liegt in direkter Nachbarschaft zu Osnabrücks ältester Parkanlage, dem Bürgerpark.
Das Kloster Gertrudenberg liegt in direkter Nachbarschaft zu Osnabrücks ältester Parkanlage, dem Bürgerpark.

Sonnenhügel

Innenstadtnah und im Grünen – der Sonnenhügel im Norden der Stadt ist vornehmlich ein Wohnviertel. Nachdem die britischen Soldaten 2009 abgezogen waren, wurden ihre Häuser modernisiert, in die viele junge Familien eingezogen sind. Der Sonnenhügel ist urban geprägt und der Innenstadt zugewandt. Der auf dem Gertrudenberg gelegene Bürgerpark ist Osnabrücks ältester öffentlicher Park. Am Rande der historischen Altstadt lädt er bereits seit über hundert Jahren die Menschen zum Ausruhen ein. Besonders schön ist sein wertvoller Baumbestand. Viele Häuser im Viertel sind nach dem Zweiten Weltkrieg gebaut worden – es gibt viele Straßen mit Reihenhäusern, Doppel- und Einfamilienhäusern, aber auch ganze Straßenzüge mit Mehrfamilienhäusern. Das Nettebad liegt am Rand des Sonnenhügels. Es ist überregional bekannt – unter anderem für seine Rutschen, die große Saunalandschaft und die verschiedenen Innen- und Außenbecken. Daneben stehen die Eissporthalle und die Kartbahn Nettedrom zur Freizeitgestaltung zur Verfügung. Kleine Geschäfte reihen sich in der Lerchenstraße aneinander. Es ist nicht nötig, für eine Tüte Milch, ein paar Brötchen oder eine Flasche Hustensaft den Stadtteil zu verlassen. Für den Großeinkauf nutzen viele Bewohner des Sonnenhügels die großen Verbrauchermärkte in der Mönkedieckstraße. Mit dem Bus ist das Viertel problemlos zu erreichen, es wird von zwei Linien angefahren, auch ein Nachtbus ist im Sonnenhügel unterwegs. Zu Fuß dauert der Weg in die Innenstadt etwa eine halbe Stunde, mit dem Rad rund zehn Minuten.

Sutthausen, Osnabrück, Stadtteil
Gut Sutthausen ist die Keimzelle des Stadtteils und verfügt nicht nur über einen eigenen idyllischen Park sondern auch über eine Kapelle.

Sutthausen

Sutthausen ist eingebettet in Wiesen, Wälder und Felder. Die Menschen wohnen zum größten Teil in Einfamilienhäusern, der Stadtteil ist gutbürgerlich und besonders bei Familien beliebt. Entstanden ist der Ortsteil im Süden der Stadt aus den beiden Gütern „Sutthausen“ und „Wulften“. Beide idyllisch gelegenen Güter gibt es heute noch. Besonders Gut Sutthausen, das heute die “Berufsfachschule am Marienheim” beherbergt, ist mit seiner schmucken Kapelle und der großen Parkanlage bei Ausflüglern und Erholungssuchenden beliebt. In diesem Stadtteil leben die Menschen in ruhigen Wohngebieten, umgeben von Wäldern und Feldern wie dem Hörner Bruch und dem Wulfter Holz. In Sutthausen gibt es überwiegend Ein- und Zweifamilienhäuser, die in der Regel von den Eigentümern bewohnt werden und vergleichsweise wenig Mietshäuser oder Häuser, die mehr als drei Stockwerke haben. Kleinere Läden sind mit der Zeit immer weniger geworden, sie wurden von großen Einkaufsmärkten abgelöst, die strenggenommen in Nahne liegen, allerdings knapp hinter der Stadtteilgrenze. Der Weg in die Stadt dauert mit dem Fahrrad rund 30 Minuten, mehrere Buslinien bringen die Einwohner aber im 10-Minuten-Takt in kurzer Zeit in die Innenstadt Osnabrücks.

Voxtrup

Bis 1972 war Voxtrup selbstständig, heute bietet es ländliches Wohnen mit guter Anbindung zur Stadt. Einige schöne alte Bauernhöfe mit Fachwerk prägen so auch das Bild dieses Stadtteils. In Voxtrup gibt es überwiegend Einfamilienhäuser, dazwischen sind wenige Wohnblocks mit Mehrfamilienhäusern. Voxtrup liegt im Grünen und ist umgeben von Wäldern und Feldern. Der Sandforter Berg bietet die Möglichkeit zu einem ausgedehnten Spaziergang, die Nähe zur Stadtgrenze macht Radtouren ins Osnabrücker Umland leicht. Große Supermärkte decken den täglichen Bedarf direkt vor Ort. Dazu gibt es einige kleinere Geschäfte. Alles andere können die Voxtruper in der Stadt kaufen, schon die nah gelegene Hannoversche Straße verfügt über ein breites Angebot. Busse fahren im Halbstunden-Takt vom Neumarkt aus nach Voxtrup, Düstrup und zurück. Der Stadtteil wird von mehreren Linien bedient. Viele Voxtruper fahren mit dem Rad über die Hannoversche Straße oder die Meller Straße in die Innenstadt. Zu Fuß dauert der Weg etwa eine Stunde.

Der Rubbenbruchsee im Stadtteil Westerberg bietet viele Freizeitmöglichkeiten.
Der Rubbenbruchsee im Stadtteil Westerberg bietet viele Freizeitmöglichkeiten.

Westerberg

Der Stadtteil Westerberg zählt zu den bevorzugten Wohnlagen in Osnabrück. Schon in früheren Zeiten ließen sich erfolgreiche Unternehmer und Industrielle hier repräsentative Stadtvillen bauen. Das Viertel war für sie in jeglicher Hinsicht ideal: stadtnah und dennoch in ruhiger Lage auf dem Westerberg über den Dächern der Stadt. Einige der beliebtesten Naherholungsgebiete der Osnabrücker sind hier zu finden: Der Botanische Garten, das Heger Holz und der große am Stadtrand gelegene Rubbenbruchsee. Vom höchsten Punkt des Westerbergs aus blickt man auf das stetig wachsende Campusgelände von Universität und Hochschule Osnabrück, den WissenschaftsPark Osnabrück an der Sedanstraße und den innerstädtischen Bauernhof “Gut Muesenburg”. Wohnungen und Häuser auf dem Westerberg sind sehr gefragt und dementsprechend teuer. Die Grundstückspreise sind hier die höchsten in ganz Osnabrück. Studierende wohnen in den Studentenwohnheimen im Viertel und sorgen so für junges Leben im Stadtteil. Neben Supermärkten, Bioläden, Apotheken und Bäckereien gibt es hier auch noch inhabergeführte Fachgeschäfte und Restaurants, wie man sie nirgendwo sonst findet. Vom Westerberg aus hat man es nicht weit in die Innenstadt. Mit dem Rad braucht man etwa 10 Minuten bis in die Altstadt, zu Fuß je nach Wohnort etwa 20 bis 30 Minuten. Außerdem durchqueren mehrere Buslinien den Stadtteil in enger Taktung.

Das Felix-Nussbaum-Haus und weitere kulturelle Einrichtungen prägen das Bild des Stadtteils.
Das Felix-Nussbaum-Haus und weitere kulturelle Einrichtungen prägen das Bild des Stadtteils.

Weststadt

Das innenstadtnahe Katharinenviertel zwischen Lotter Straße und Martinistraße wurde von den Bomben des Zweiten Weltkriegs weitestgehend verschont, weshalb hier heute noch einige der schönsten Jugendstilfassaden Osnabrücks zu finden sind. Repräsentative Villen und Handwerkerhäuser, kleine Cafés an Kopfsteinpflasterstraßen und viele Grünflächen machen dieses Viertel zu einer sehr gefragten Wohnlage. Alteingesessene Osnabrücker, Studierende und kreative Köpfe leben hier Tür an Tür. Außerdem sind hier das Kulturgeschichtliche Museum, das Felix-Nussbaum-Haus und das Emma-Theater beheimatet. Die Mischung aus historischem Ambiente, vielen Grünflächen, Innenstadtnähe und Ruhe macht den besonderen Charme dieses Viertels aus. Weiter stadtauswärts schließen sich reine Wohnsiedlungen an. Von hier ist es nicht weit in die Innenstadt und auch nicht zu den Nahversorgungszentren in der Nähe der Autobahnauffahrt Osnabrück-Hellern. Selbst vom westlichsten Standort aus braucht man mit dem Bus gerade einmal rund zwanzig Minuten in die Innenstadt, mit dem Rad etwa 15 Minuten und zu Fuß etwa 40 Minuten.

Im Widukindland finden sich wie hier im Gevaweg viele Einfamilienhäuser.
Im Widukindland finden sich wie hier im Gevaweg viele Einfamilienhäuser.

Widukindland

Das Leben im Widukindland ist ruhig, nah an der Natur, aber auch nah zur Stadt. Das Quartier hat praktisch reinen Wohngebietscharakter, es gibt kaum Geschäfte und nur wenige Gewerbetreibende. Die Häuser in diesem Stadtteil sind vorrangig Einfamilienhäuser, die Grundstücke oft groß zugeschnitten. Heute steht auf vielen ehemaligen Nutzgärten ein zweites Haus, als „Bauen in zweiter Reihe“. Diese Möglichkeit wird gern von jungen Familien genutzt, was den Stadtteil verjüngt hat. Jung und Alt lebt neben- und miteinander. Ein guter Radweg und regelmäßige Busverbindungen rücken den Stadtteil noch näher an die City heran. Zu Fuß dauert der Weg in die Innenstadt eine Stunde. Das Widukindland liegt am Hang. Spaziergänger und Wanderer und schätzen die hübschen Spazierwege am Schinkelberg. Den Großeinkauf erledigen die Bewohner des Widukindlandes im nahegelegenen Belm oder im Schinkel.

Wüste

Die Wüste ist mit rund 14.650 Einwohnern der bevölkerungsreichste Stadtteil Osnabrücks. Er ist dicht besiedelt und zugleich der viertkleinste von Osnabrücks 23 Stadtteilen. Die Wüste grenzt an die Innenstadt, je nach Wohnlage sind Spaziergänger in zehn bis 30 Minuten mitten in der Stadt. In der vorderen Wüste – der Innenstadt zugewandt – dominiert eine durchgehende Bebauung mit Mehrfamilienhäusern. In der hinteren Wüste stehen hauptsächlich Ein- bis Zweifamilienhäuser. Die Wüste ist bei jungen Familien ebenso beliebt wie bei Studierenden sowie Dozentinnen und Dozenten, was nicht zuletzt in der Nähe zur Uni begründet liegt. Mitten in der Wüste liegt das Moskaubad, das als Frei- und Hallenbad ganzjährig geöffnet hat. Entspannen lässt es sich überdies am naturnah gestalteten Pappelsee unweit des Moskaubades. Lebensmittelmärkte gibt es mehrere im Viertel, dazu kommen Bäcker, Apotheken und verschiedene, oft inhabergeführte Handels- und Gewerbebetriebe.